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20.5.2012 : 2:36

Der Naturpark Frankenwald - die grüne Krone Bayerns

 

 

Urlaub in Bad Steben im  Frankenwald - die Erholung liegt so nah

Von der Flößerei im Frankenwald zur Touristenattraktion:

Der Frankenwald, der ganz ganz früher sogar einmal den Namen Nordwald hatte und zum "Regnum Francorum" gehörte, besticht durch seinen ungewöhnlich schnellen Wechsel von bewaldeten Bergrücken und Wiesentälern. Nahzu 70% des Frankenwaldes ist mit Wald bedeckt. Seine höchste Erhebung ist der 795 Meter hohe Döbraberg bei Schwarzenbach am Wald. Der Frankenwald gilt als relatives unberührtes Gebiet mit hohem Erholungswert. Wunderschöne Wanderwege und Mountain-Bikestrecken durchziehen den Frankenwald  entlang von Bach- und Flussläufen, die früher als Transportmittel für die Holzwirtschaft genutzt wurden. Schon lange vor unserer Zeit wurde das  Holz des Frankenwaldes über den Main und Rhein bis nach Amsterdam geflößt und zahlreiche Holzrücker und Waldarbeiter fanden bei der körperlich sehr harten und gefährlichen Arbeit ein bescheidenes Auskommen. Erhaltene  Floßteiche in den Wäldern stehen heute noch Zeugnis aus dieser schweren und entbehrlichen Zeit. Heute ist aus der Flößerei eine Touristenattraktion für jung und alt geworden. Lustig geht es mit dem Floß die "Wilde Rodach" hinunter bis man  nach fünf Km  -  tropfnass  - das Städtchen Wallenfells erreicht. Aus den schmalen Wegen der Holzrücker wurde ein Wanderwegenetz, dass sich auf einer Länge von insgesamt 3.500 Km durch den Frankenwald zieht. Inzwischen ein Geheimtipp für Wanderer. Viele kleine urige Gaststätten entlang der Wege laden zu einer Rast ein. Mehr als die Hälfte der Gesamtfläche Frankens entfällt auf 9 Naturparks. Seit dem Wegfall der innerdeutschen  Grenze werden auch Grenzwanderungen sei es zu Fuß oder mit dem auf dem ehemaligen Grenzstreifen, heute das grüne Band Deutschland, genannt immer beliebter.

 

 

Naturpark Frankenwald – Ein Wanderwald Betrachtet man die bewaldeten Hügel und sanften Hänge, die malerischen Täler und Schluchten des Frankenwaldes, so kann man allein bei diesem Anblick schon diese These bejahen. Durch den Frankenwald ziehen sich hunderte, gar tausende Kilometer markierte und vom Frankenwaldverein betreute Wanderwege, die förmlich dazu einladen, den Schritt weit auszuholen, und Natur in seiner reinsten Form auf Schusters Rappen zu genießen. Verschiedenste Wanderrouten gilt es zu entdecken, ob nun auf einem ausgezeichneten Wanderweg, oder auf eigene Faust erkundet – die Varianten sind vielfältig.            

 Das  Höllental ist ein unter Naturschutz stehendes malerisches Tal im Herzen des Naturparks Frankenwaldes, die Heimat des Höllensprudels.

Auf 3,6 km Länge zieht es sich romantisch an dem Flüsschen Selbitz dahin. Rund 30 Kilometer Wanderwege sind im Höllental markiert. Mehrere leicht erreichbare Aussichtspunkte bieten einen wunderschönen Blick über Teile des Frankenwalds und den Thüringer Wald. Im Höllental sprudelt eine der tiefsten Quellen Bayerns aus der Erde. Dieses Quellwasser ist besonders reich an Mineralien und natürlicher Kohlensäure und schmeckt wirklich gut.


Megalithen im Frankenwald Bayern - die Steinreihe der "zwölf Apostel" bei Langenbach weißt  in die Vergangenheit - ein Bericht über das Stonehenge des Frankenwaldes

Die zwölf Apostel bei Langenbach nach den Berichten des Heimatforschers und Autors Alfred Völkel

Wie maßgeschneidert ist das für diese rauhbeinige Region zwischen Rodach und Saale: In der Frühzeit unseres Heimatgebirges war das einzig Wahre der Urwald. Wolf, Bär und Luchs hatten das Sagen ehe irgendwann zu Kaiser Heinrichs des Heiligen Zeiten die Franken von Rheinischem Schiefergebirge herauf, bis an den Nordwald siedelten und ihn mit Feuer, Hacke und Säge zu roden begannen. Natürlich  - und mit dieser romantischen Vorstellungen konnten wir bisher auskommen. Mehrere wichtige Tatsachen und geheimnisvolle Zeichen weisen aber in eine ganz andere Richtung und fordern auf zur Spurensuche. Nun wissen wir seit einiger Zeit, daß lange vor dem Eintreffen der Sorben aus dem Osten und der Franken aus dem Westen die Vorfahren der Thüringen ( Hermunduren ), große Teile Nordbayerns beherrschten. Ihr Großreich wurde 531 nach Christus von den Söhnen des Frankenkönigs Chlodwig im Bunde mit den heidnischen Niedersachsen zerstört. Nach der Schlacht bei Seßlach südlich von Coburg verfolgten die Franken die geschlagenen Hermunduren bis an die Unstrut; Südthüringen wurde fränkisches Siedlungsgebiet. Über zweihundert hJahre später rückte das umstrittene Land an der Saale wieder ins Licht der Geschichte, denn Karl der Große errichtete zwischen Hof und Halle die Sorbenmark , um damit die unerwünschte Zuwanderung aus dem Osten zu unterbinden. Aber wer hatte unsere heimat besiedelt, lange ehe die Hermunduren; Sorben und Franken um sie stritten?

Uralte Steine sehen uns an

Rings um Langenbach gibt es die Steine, die weder die Thüringer noch die Franken in der darauf folgenden Jahrhunderten, aber auch nicht die Sorben gesetzt haben können. Eine uralte Steinreihe mit den irreführenden Namen "zwölf Apostel" zwischen Langenbach und Mühleiten von den Oxforder Archäologen und Buchautor Barry W. Cunfliff die "Megaliths of Langenbach" genannt, wurden schätzungsweise vor 5000 Jahren in der Jungsteinzeit gesetzt, möglicherweise von den Bandkeramikern, den wahrscheinlichen Vorfahren der Kelten. Die Steine dienten wie der aus Selbitz Stammende Hofer Vermessungsfachmann Adam Ott meint, der jungsteinzeitlichen Bevölkerung als Observatorium zum Beobachten der Sonne. Wenn man ein gleichschenkeliges Dreieck nach Waten zieht stehen jeweils zwei Diabasbrocken enger zusammen. Die Sonne, die hinter dem Wachberg aufgeht steigt zur Sonnwende im Juni zwischen den Megalithen links im Osten auf. Während der Tag- und Nachtgleiche im März und September geht die Sonne etwas weiter im Süden auf: zwischen den beiden rechten Steinen hindurch in Richtung Obersteben am Südhang des Wachberges. Wissenschaftliche Untersuchungen stehen noch aus. Die Forscher machen sich rar in unserer Gegend. Dabei haben zahlreich Aufnahmen des bekannten Fliegers Klaus Leiterbach bewiesen, dass es im Frankenwald, vor allem um Langenbach herum, eingesunkene Steinmauern gibt, die man nur aus der Luft erkennen kann.. Dass vor langer Zeit in unserer Gegend Tiere geopfert wurden, darauf scheint ein würfelförmiger Stein mit einer Höhlung und einer Rinne hinzuweisen. Er wurde zwisech Langenbach und Obersteben gefunden, dort wo einst nach der überlieferung auf einem heidnischen Kultplatz die erste christliche Kapelle im nordöstlichen Frankenwald errichtet wurde. Die alte Stebener Kirche war nicht zufällig der heiligen Walburga gewidmet. Sie war die angelsächsische Keltenmissionarin  im heutigen Nordbayern. Die alte Kirchweih von Bad Steben wird am ersten Maitag gefeiert, dem Frühlingsfest der Kelten.

Wer mehr über diese Megalithen wissen möchte oder evtl. plant diese selbst zu besuchen - Infos unter Eva Spörl (selbst Autor dieser Seite und 2. Vorstand des Geschichtsvereins Bad Steben e.V.)  eva.spoerl(at)steben.de


Bild Copyright: Andrè Hammon Prismaverlag www.prismamagazin.de

 

Die 12 Apostel eine geheimnisvolle Steinreihe im Frankenwald

 

12 Apostel-Wanderweg:

www.frankenwaldverein.de/Tourensuche.126.0.html